2012

Gentechnisch hergestellte menschliche Stammzellen zur Bekämpfung von HIV infizierten Zellen werden durch Forscher an der UCLA produziert.
2012

Forscher am Massachusetts General Hospital extrahieren Stammzellen aus menschlichen Ovarien und erzeugen Eizellen, womit eine neue Quelle von Eizellen für die Behandlung von Unfruchtbarkeit verfügbar wird.
2011

Der israelische Wissenschaftler Inbar Friedrich Ben-Nun und sein Team produzieren erste Stammzellen bedrohter Arten; einen Durchbruch, der Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, retten könnte.
2010

Ishikawa et al. beschreiben im Journal für Experimentelle Medizin Forschungsergebnisse, wonach transplantierte Zellen, die die neue Kern-DNA des Empfängers enthalten, dennoch vom Immunsystem abgestoßen werden könnten, zufolge fremder mitochondrialer DNA. Gewebe von Stammzellen eines Spenders könnten daher abgestoßen werden, da das mitochondriale Genome zur Ansammlung von Mutationen tendiert.
2010

Geron Corporation kündigte die Aufnahme des ersten Patienten in eine klinischen Studie der Firma mit humanen embryonalen Stammzellen (hES)-abgeleiteten Oligodendrozyten-Progenitorzellen, GRNOPC1, an.
2009

Kim et al. kündigen an, einen Weg entwickelt zu haben, Hautzellen so zu manipulieren, dass patienten-spezifische "induzierte pluripotenten Stammzellen" (iPS) erzeugt werden können und behaupten, dies könne die "ultimative Stammzell-Lösung" sein.
2009

Andras Nagy, Keisuke Kaji, et al. entdecken einen Weg zur Herstellung embryonal-ähnlicher Stammzellen aus normalen adulten Zellen durch Verwendung eines neuartigen "Wrapping"-Verfahrens, bei dem bestimmte Gene in die adulten Zellen transferiert werden, um sie in Stammzellen umprogrammieren zu können, und ohne die Risiken der Verwendung eines Virus. Mittels Elektroporation soll das vorübergehende Einführen von Genen in die Zelle ermöglicht werden.
2008

Embryonal-ähnliche Stammzellen von einem einzelnen menschlichen Haar.
2008

Sabine Conrad und Kollegen an der Universität Tübingen erzeugen pluripotente Stammzellen aus Spermatogonien des adulten menschlichen Testis, indem es in vitro die Zellen unter Zusatz von LIF (Leukämie-hemmender Faktor) kultiviert.
2008

ine erste Studie zur erfolgreichen Knorpelregeneration im menschlichen Knie mit autologen, adulten mesenchymalen Stammzellen wird von Klinikern von Regenerative Sciences Inc. veröffentlicht.
2008 Februar

Headline

Erzeugung pluripotenter Stammzellen aus Leber und Magen adulter Mäuse: diese iPS-Zellen scheinen embryonalen Stammzellen ähnlicher als die zuvor entwickelten iPS-Zellen und nicht krebserzeugend zu sein. Außerdem brauchen die für die Reprogrammierung benötigten Gene nicht in spezifische Stellen inseriert zu werden, was die Entwicklung nicht-viraler Reprogrammierungstechniken unterstützt.
2008

Januar

Entwicklung geklonter menschlicher Blastozysten nach Kerntransfer somatischer Zellen mit adulten Fibroblasten.
2008

Robert Lanza und Kollegen bei Advanced Cell Technology und von UCSF erzeugen die ersten menschlichen embryonalen Stammzellen ohne Zerstörung des Embryos.
2007

Humane induzierte pluripotente Stammzellen: Zwei ähnliche Publikationen werden durch die jeweiligen Zeitschriften vor der offiziellen Ausgabe vorveröffentlicht: in Cell publizieren Kazutoshi Takahashi und Shinya Yamanaka "Induktion von pluripotenten Stammzellen aus adulten menschlichen Fibroblasten durch definierte Faktoren", und in Science veröffentlichen Junying Yu et al. aus der Arbeitsgruppe von James Thomson "Induzierte pluripotente Stammzelllinien aus menschlichen Körperzellen abgeleitet": pluripotente Stammzellen aus reifen humanen Fibroblasten erzeugt“. Es ist jetzt möglich, eine Stammzelle aus fast jedem anderen menschlichen Zelle anstelle von Embryonen nach Bedarf zu erzeugen, wenn auch das Risiko der Tumorentstehung durch c-myc und retroviralem Genetransfer noch untersucht werden muss.
2007

Mario Capecchi, Martin Evans und Oliver Smithies erhalten den Nobelpreis 2007 für Physiologie oder Medizin, für ihre Arbeiten über embryonale Stammzellen in der Maus und der Herstellung gentechnisch veränderter Mäuse (auch bekannt als Knockout-Mäuse) für die Genforschung mittels Gen-Targeting.
2007

Die Forschungsarbeiten drei verschiedenener Gruppen zeigen, dass Hautzellen der Maus in einen embryonalen Zustand reprogrammiert werden können. Im gleichen Monat berichtet Wissenschaftler Shoukhrat Mitalipov die erste erfolgreiche Erzeugung einer Primaten-Stammzelllinie durch Kerntransfer somatischer Zellen.
2007

Wissenschaftler der Wake Forest Universität unter der Leitung von Anthony Atala und der Harvard Universität berichten die Entdeckung einer neuen Art von Stammzellen im Fruchtwasser. Diese könnten potenziell eine Alternative zu embryonalen Stammzellen für den Einsatz in Forschung und Therapie sein.
2006

Wissenschaftler der Universität Newcastle in England schaffen die ersten künstlichen Leberzellen aus Nabelschnurblut-Stammzellen.
2006

Induzierte pluripotente Stammzellen in der Maus: die Fachzeitschrift Cell veröffentlicht Kazutoshi Takahashi und Shinya Yamanaka.
2005

Forscher am UC Reeve-Irvine Forschungszentrum sind in der Lage, durch die Injektion menschlicher neuronaler Stammzellen bei gelähmten Ratten die Fähigkeit zu laufen teilweise wiederherzustellen.
2005

Forscher an der Kingston Universität in England behaupten, eine dritte Kategorie von Stammzellen entdeckt zu haben, sogenannte Nabelschnurblut-abgeleitete, embryonal-ähnliche Stammzellen (CBEs), abgeleitet aus Nabelschnurblut. Die Gruppe behauptet diese Zellen seien in der Lage, in mehr Arten von Gewebe differenzieren zu können als jede adulte Stammzelllinie.
2004

Der koreanische Forscher Hwang Woo-Suk behauptet einige menschliche embryonale Stammzelllinien aus unbefruchteten menschlichen Eizellen erzeugt zu haben. Die Ergebnisse, so wird später gezeigt, waren gefälscht.
2003

Songtao Shi vom NIH entdeckt neue Quelle für adulte Stammzellen aus Kindermilchzähnen.
2002

Jürgen Hescheler an der Universität zu Köln erhält als erster Wissenschaftler in Deutschland die Erlaubnis mit humanen embryonalen Stammzellen zu arbeiten.
2001

Wissenschaftler von Advanced Cell Technology klonieren erste frühe (vier- bis sechs-Zellstadium) menschliche Embryonen zum Zweck der Generierung embryonaler Stammzellen.
2000

Mehrere Berichte über adulte Stammzellplastizität werden veröffentlicht.
1998

John Gearhart von der Johns Hopkins Universität extrahiert Keimzellen von fötalem Keimdrüsengewebe (Urkeimzellen) und entwicklen pluripotente Stammzelllinien.
1998

James Thomson und Mitarbeiter an der Universität von Wisconsin-Madison leiten die eerste menschliche embryonale Stammzellenlinie ab.
1997

Die Enstehung von Leukämie wird auf eine hämatopoietische Stammzelle zurückgeführt; der erste direkte Beweis für Krebsstammzellen.
1994

Der deutsche Wissenschaftler Jürgen Hescheler führt erste elektrophysiologische Experimente an Stammzellen durch, erarbeitet eine erste funktionelle Charakterisierung von Herzmuskelzellen aus embryonalen Stammzellen und leistet so Grundlagenarbeit zur Etablierung der Stammzellforschung für die Anwendung in der Transplantationsmedizin.
1992

Neuronale Stammzellen werden in vitro zu Neurosphären kultiviert.
1981

Von den Wissenschaftlern Martin Evans, Matthew Kaufman, und Gail R. Martin werden embryonale Stammzellen aus der inneren Zellmasse der Maus abgeleitet. Gail Martin wird die Prägung des Begriffs "embryonalen Stammzellen" zugerechnet.
1978

Hämatopoietische Stammzellen werden im menschlichen Nabelschnurblut entdeckt.
1968

Knochenmarktransplantation zwischen zwei Geschwistern zur erfolgreichen Behandlung von SCID.
1963

McCulloch und Till veranschaulichen die Präsenz von selbst-erneuernden Zellen im Knochenmark der Maus.
1960

Joseph Altman und Gopal Das legen wissenschaftliche Beweise für eine adulte Neurogenese vor, eine fortlaufende Stammzellaktivität im Gehirn; wie André Gernez, stehen ihre Berichte im Widerspruch zu Cajals "keine neuen Neuronen"-Dogma – und werden weitgehend ignoriert
1908

Der Begriff "Stammzelle" wurde für wissenschaftliche Nutzung vorgeschlagen durch den russischen Histologen Alexander Maksimov (1874-1928) beim Kongress der hämatologischen Gesellschaft in Berlin. Er postulierte die Existenz hämatopoetischer Stammzellen.

© 2017 Deutsche Gesellschaft für Stammzellforschung e.V.

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